Wissenshunger – Wege zu einer nachhaltigen Ernährung

Ein Projekt der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

Zwischenbilanz

Im April 2007 startete das Projekt zur nachhaltigen Schulverpflegung an der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg. Dazu wurden zunächst passende Modellschulen ausgewählt, welche eine nachhaltige Schulverpflegung einführen möchten. Weitere Partner sind Akteure, welche an und mit den Schulen die einzelnen Projektbausteine umsetzen, also Lehrer, Gastronomen, Landwirte, Eltern, örtliche Vereine und viele mehr. Für diese Projektpartner wurden Workshops zur Information, zur Planung und zur Koordination der Aktivitäten veranstaltet. Lokale Netzwerke wurden iniitiert.

In den einzelnen Modellschulen wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Aschingerhalle Oberderdingen
Die Gemeinde Oberderdingen hat für ihr Schulzentrum, bestehend aus der Leopold-Feigenbutz-Realschule mit etwa 650 Schülern sowie der Strombergschule, einer Grund-, Haupt- und Werkrealschule mit insgesamt etwa 600 Schülern eine neue Mittagsverpflegung realisiert. Seit Ende Mai 2008 können die Schülerinnen und Schüler in der benachbarten Aschingerhalle zu Mittag essen. An fünf Tagen in der Woche serviert der Naturkostladen und Cateringservice "Hausgemacht" aus dem acht Kilometer entfernten Bretten ein gesundes, leckeres Essen, gekocht aus biologischen und vorwiegend regionalen Zutaten.
 
Das Projekt "Wissenshunger" begleitet das Schulzentrum Brackenheim im Rahmen ganztägiger Betreuung. Bereits im April 2007 hat die Stadt Brackenheim für das Schulzentrum eine Schulverpflegung umgesetzt. Seitdem wird in der zur Mensa umgebauten Stadthalle das Essen durch das Hotel / Restaurant Adler am Schloss im benachbarten Bönnigheim angeliefert. Im Rahmen des Modellprojekts "Wissenshunger" nimmt der Modellstandort Brackenheim vor allem eine beratende Funktion in der Ausbildung von Multiplikatoren ein.
 
Die 1971 gegründete Geschwister-Scholl-Schule Tübingen besteht aus einem Schulverbund mit den Abteilungen Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Insgesamt wird sie heute von etwa 1500 Schülerinnen und Schülern besucht. Bereits seit 20 Jahren wird den Schülerinnen und Schülern täglich ein warmes Mittagessen in der Schulmensa angeboten. Mit der Zubereitung des Essens sind heute etwa 60 ehrenamtliche Kocheltern in Anleitung einer angestellten Hauswirtschafterin betraut. Im Rahmen des Modellprojekts "Wissenshunger" sollte bei der Schulverpflegung der Geschwister-Scholl-Schule eine noch stärkere Einbindung regionaler Akteure sowie heimischer, saisonaler Produkte erreicht werden.
Wentzinger Schulen
Seit Anfang der Siebziger Jahre beherbergt das großzügig angelegte Schulzentrum Wentzingen sowohl die Wentzinger Realschule mit 570 Schülern, als auch das Wentzinger Gymnasium mit 978 Schülern. Im Zuge des Ausbaus zur offenen Ganztagesschule mit den notwendigen Erweiterungsbauten, so auch der Mensa, wurde auch die Schulverpflegung auf gesunde, regionale Produkte ausgerichtet. Im Rahmen des Modellprojekts "Wissenshunger" wurde diese Umstellung vorbereitend begleitet, insbesondere durch Seminare sowie durch Aktivitäten für und mit Schülern zur Vermittlung der Themen Natur, Landschaft, Landwirtschaft, gesunde Ernährung und Bewegung.
Signet Umweltakademie beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Signet Umweltministerium

Brot essen ist keine Kunst, aber Brot backen.
 
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